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04.07.2017

EFiD: "Ehe für alle ist ein reformatorischer Akt"

Die bundesweite Dachverband Evangelische Frauen in Deutschland (EFiD) begrüßt den Beschluss des Deutschen Bundestages zur Ehe für alle - ebenso wie das Votum des Rates der EKD zu dieser politischen Entscheidung. "Die Ehe für alle war überfällig, es war ein geradezu reformatorscher Akt unseres Gesetzgebers. Wir freuen uns, dass die Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften nun zumindest vom Bundestag endlich beendet wurde", kommentiert Susanne Kahl-Passoth, Vorsitzende des Bundesverbandes der Frauen in der Evangelischen Kirche.

"Ich wünsche meiner Kirche mehr Mut in der Umsetzung des Evangeliums" – so skizziert die stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland, Angelika Weigt-Blätgen, den nunmehr anstehenden Weg. Bereits im Jahr 2013 hatte die Orientierungshilfe "Zwischen Autonomie und Angewiesenheit: Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken" des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland  geschlussfolgert, dass gleichgeschlechtliche Lebens-Partnerschaften mit der Ehe theologisch gleichwertig sind. "Das gilt es nun für unsere Kirchen auch in der Praxis umzusetzen und gleichgeschlechtliche Lebenspartner_innen ohne Ausnahme zu trauen und nicht nur zu segnen." Eine Ungleichbehandlung sei theologisch nicht haltbar, so Weigt-Blätgen und wiederholt damit eine Feststellung der Orientierungshilfe "Zwischen Autonomie und Angewiesenheit".

>>> Hier geht es zur Pressemitteilung von EFiD

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