Newsletter Nr. 12 - Juni 2015

An(ge)dacht

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Hälfte des Jahres ist um und endlich ist der Sommer da. Die Tage werden länger, subjektiv gefühlt bleibt mehr Zeit – auch mal Zeit, zur Mitte des Jahres die Jahreslosung in Erinnerung zu rufen und darüber nachzudenken.

"Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob" (Röm 15,7). Angesichts der Herausforderungen rund um die Flüchtlingsströme und des Aufeinanderprallens unterschiedlicher Denk- und Lebensweisen, Kulturen und Religionen doch eine gutes Motto, so mag man vielleicht beim ersten Lesen denken. Herausforderungen, die es besonders wichtig machen, das friedliche Miteinander zu wollen und als Christ auch zu bekunden. Doch die Jahreslosung ist anspruchsvoller als sie auf den ersten Blick erscheint. Es geht nicht primär um Toleranz und das Annehmen des Anderen, des Fremden, so wie er oder sie halt ist. Das "einander" heißt, dass zwei Parteien bereit sein müssen, aufeinander zuzugehen. Also keine Einbahnstraße. Und dieses hat dann so zu geschehen, wie Christus uns angenommen hat. Da wir das aber – so wie er – nicht hinbekommen können, heißt das auch, dass es ohne Christus nicht geht. Er muss das Annehmen in uns bewirken. Ach ja, und dann ist da noch von Gott die Rede. Interessanterweise aber nicht in dem Sinne, dass wir einander zu Gottes Lob annehmen sollen, sondern dass Christus uns angenommen hat, um damit Gott zu ehren, „wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Und weil dies sein Anliegen war, wird er uns so verändern, dass unser ganzes Leben, Reden, Tun und Miteinander Gott ehrt.

Die Jahreslosung ist anspruchsvoll. Wenn wir sie ernst nehmen, müssen wir danach fragen, ob es dabei tatsächlich nur um die Akzeptanz unterschiedlicher Meinungen, Denkweisen oder Skrupel geht oder vielleicht doch um Grundlegenderes. Die Jahreslosung lädt zum Nachdenken ein. Es ist Sommer – nehmen Sie sich die Zeit!

Die Fachstelle für Frauenarbeit wünscht eine schöne Sommerzeit!

Ihre Dr. Andrea König 

Lutherische Erzbischöfin ist für den Papst keine Schwester im Bischofsamt

Erzbischöfin Antje Jackelén

Bei einer päpstlichen Audienz einer Delegation der lutherischen Kirche Schwedens Anfang Mai 2015 begrüßte Papst Franziskus die Erzbischöfin von Uppsala, Antje Jackelén, mit den Worten "verehrte Frau Jackelén, verehrte Schwester". Antje Jackelén, die ursprünglich aus Deutschland stammt, ist seit 2007 Bischöfin und seit 2014 als Erzbischöfin von Uppsala das Oberhaupt der Kirche von Schweden. Während der Papst römisch-katholische Bischöfe als "liebe Brüder im Bischofsamt" würdigt, wählte er bei Jackelén die formlose Ansprache. Selbst der leitende Bischof der Vereinigten Lutherischen-Kirche Deutschlands (VELKD) Gerhard Ulrich wurde bei seinem Delegationsbesuch im Dezember 2014 als Bischof begrüßt. Dies legt eine unterschiedliche Wertung von kirchlichen Amtsträgerinnen und -trägern im ökumenischen Dialog nahe.

Päpstliche Warnung vor konfessionellen Differenzen in Sachen Ehe, Familie und Sexualität

Bei der Audienz für die Delegation der evangelisch-lutherischen Kirche Schwedens thematisierte Papst Franziskus u.a. das christliche Verständnis von Ehe, Familie und Sexualität: "Es wäre eine Sünde, wenn in diesen wichtigen Fragen sich neue konfessionelle Differenzen verfestigen würden." Die Schwedische Kirche traut schwule und lesbische Paare. Auch der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hatte sich vor Beginn des Deutschen Evangelischen Kirchentages für eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ausgesprochen: "Für mich ergibt sich aus zentralen biblischen Geboten der Impuls zu einer Öffnung der Kirche gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften", sagte Bedford-Strohm dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. In der katholischen Kirche lässt eine solche Entwicklung noch auf sich warten.

Katharina-von-Bora-Preis 2015: Jury-Entscheid über die Preisvergabe

Die Stadt Torgau hat fünf Preisträgerinnen für den Katharina-von-Bora-Preis 2015 nominiert. Die Preisverleihung und Bekanntgabe der diesjährigen Hauptpreisträgerin erfolgt am 6. Katharina-Tag am 4. Juli 2015 im Torgauer Rathaus. Mit dem Katharina-von-Bora-Preis prämiert die Stadt Torgau Frauen, die sich durch herausragendes Engagement in einem gemeinnützigen Projekt verdient gemacht haben. In Anlehnung an das Themenjahr der Lutherdekade "Reformation – Bild und Bibel" liegt der Fokus in diesem Jahr auf kreativ-künstlerischen und medial-vermittelnden Projekten.

Die diesjährigen Preisträgerinnen stammen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz

Barbara Hirsch ist Gründerin und Vorsitzende des Theaterpädagogischen Zentrums Pirna und entwickelt Theaterstücke mit Kindern und Jugendlichen zur Stärkung ihrer Persönlichkeit und sozialen Kompetenzen. Birgit Lohmeyer führt seit 2007 gemeinsam mit ihrem Mann ein nichtkommerzielles Rock-Festival für Demokratie und Toleranz in Jamel durch, einem Dorf, das stark von rechtsextremen Tendenzen geprägt ist. Cordula Schilke ist Ideengeberin einer interaktiven Wanderausstellung mit dem Titel "Mensch Martin – Hut ab", die das Thema Reformation und Alltagsleben kindgerecht aufbereitet. Jutta Steckeweh aus Trier arbeitet im Haus der Frauengeschichte Bonn und entwickelte eine App für Jugendliche zum Thema "Frauenwiderstand in Deutschland". Sybille Zugowski aus Bad Schmiedeberg ist Initiatorin und Leiterin des Projekts, in dem kranken und behinderten Kindern besondere Wünsche erfüllt werden. Die Preisträgerinnen präsentieren ihre Projekte im Rahmen der Preisverleihung. Die Hauptpreisträgerin erhält nicht nur den Hauptpreis, sondern wird auch zur "Katharina-Botschafterin" gekürt.

"Niemand ist dazu geboren, auf der Flucht zu sein"

Pastorin Nora Steen wirbt auf dem Kirchentag für Aufnahme von Flüchtlingen

Der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart wurde mit einem Gottesdienst, an dem 95.000 Gläubige teilnahmen, auf dem Cannstatter Wasen beendet. Die Hildesheimer Pastorin Nora Steen warb in ihrer Abschlusspredigt für eine großzügige Aufnahme von Flüchtlingen: "Trauen wir Gott mehr zu als ein bisschen Sozialromantik: einen Frieden, der die Welt umfasst.“ Frieden müsse im Kleinen beginnen. Nicht nur die Staats- und Regierungschefs beim G-7-Gipfel im bayerischen Elmau seien gefordert. Jede und jeder stehe an seinem Ort und mit seinen Möglichkeiten in der Verantwortung. Erst wenn Flüchtlinge großzügig aufgenommen würden, erst wenn jede und jeder sicher und in Würde leben könne, werde es Frieden geben: "Niemand ist dazu geboren, auf der Flucht zu sein." Steen begrüßte die Ankündigung Italiens, gesunkene Flüchtlingsboote bergen zu wollen. Sie ermahnte, mit Blick auf die zahlreichen Todesopfer unter den Bootsflüchtlingen auf dem Mittelmeer: "Diejenigen, die ihre Sehnsucht nach einem Leben in Europa mit dem Tod bezahlen, gehen uns etwas an.“ Eine Resolution, die beim Kirchentag verabschiedet wurde, dringt auf eine umfassende Seenotrettung im Mittelmeer und legale Wege nach Europa.

Predigt zum Nachlesen >>

Am 20. Juni 2015 ist Weltflüchtlingstag!

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Veranstaltungen im Juni und Juli 2015

 > 13.06.15, 10-16 Uhr: Kommunikationstraining

Flexibler Umgang mit unterschiedlichen Gesprächspartnern

Wie kann ich mein Gegenüber besser einschätzen? Wie führe ich ein Gespräch optimal? Wie gebe ich Rückmeldung? Welche Rolle spielt Kommunikation bei der "Gerüchteküche"? Wie gehe ich mit schwierigen Gesprächspartnern um? Im Seminar beleuchten wir Körpersprache, Mimik sowie das Faszinosum der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Mit vielen praktischen Tipps, auch fürs Telefonieren. Und das Ganze mit einem Augenzwinkern.

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 > 27.06.15, 10-16 Uhr: "Wenn viele kleine Leute ... viele kleine Schritte tun...

... dann können sie das Gesicht der Welt verändern." (Afrikanisches Sprichwort)

In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit Weltveränderinnen und ihren kleinen Schritten auf dem großen Weg dahin. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, welche kleinen Schritte wir gemeinsam gehen können, um etwa unser Familien- und Gemeindeleben positiver zu gestalten. Wir werden uns einen Rucksack packen, der uns das beste Rüstzeug und genügend Proviant für unseren Weg bieten wird. Das Beispiel eines konkreten Gemeinde-Projekts, welches auch einmal ganz klein begonnen hat, gibt uns Inspiration für die Umsetzung eigener Ideen. Frau Ulrike Henking wird uns das Inklusionsprojekt der evangelischen Kirchengemeinde in Holzkirchen, "TOM´s Café", vorstellen, welches den Sozialpreis des Landkreises Miesbach verliehen bekommen hat.

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 > 03.07.15, 19.30 - 21 Uhr: FrauenSalon "Liebe, Lust und Lotterleben"

Lieder von und über Frauen aus 8 Jahrhunderten

Die gesungene Erzähltradition, wie sie in früheren Jahrhunderten in fast allen Kulturen alltäglich war, ist bei uns nahezu in Vergessenheit geraten. Alte Lieder erzählen Geschichten aus längst vergangenen Zeiten, ihre Melodien laden ein zur historischen Zeitreise. Thematisch sind sie jedoch von einer bestechenden Aktualität: Es geht um Liebessehnsucht, Liebeserfüllung und Ehekrach, um Ehe-bruch, Flöhe, widerspenstige Nonnen, Tricks, Schläue und Mordlust - insgesamt ein amüsantes und unterhaltsames Menü - musikalisch serviert von der Expertin für historische Musik Ulrike Bermann!

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Religion erFAHRbar

Sommerzeit ist Fahrradzeit. Entscheidet man sich fürs Radeln tut man aktiv etwas für die Gesundheit und schützt gleichzeitig das Klima. Mit den folgenden Empfehlungen kann man das alles auch noch mit Religion verbinden. Also, rauf aufs Rad!

Argula-von-Grumbach Fahrradweg

Argula von Grumbach war im 16. Jahrhundert eine eifrige Verfechterin der Reformation. Mit Martin Luther führte sie einen lebhaften Briefwechsel. Entdecken Sie mit dem Fahrrad die Wirkungsstätten dieser streitbaren Frau in Bayern. Ihre Spuren sind weit verstreut Vom oberbayerischen München im Süden bis zum unterfränkischen Burggrumbach im Norden sind es 280 Kilometer. Folgende Orte umfasst die komplette Argula-Tour: Beratzhausen, München, Dietfurt, Lenting, Burggrumbach, Nürnberg, Ingolstadt, Regensburg, Köfering, Coburg, Augsburg, Zeilitzheim, Hausham. Für die Tourenplanung ist das Buch von Uwe Birnstein "Argula von Grumbach. Das Leben der bayerischen Reformatoren" zu empfehlen, das neben zahlreichen Informationen im hinteren Teil auch einen Reiseführer mit verschiedenen Touren enthält.

12. Juni 2015, Nürnberg: "Weg der Religionen"

Auf Fahrrädern begeben sich Christen, Juden und Muslime am Freitag, 12. Juni 2015 in Nürnberg auf einen gemeinsamen "Weg der Religionen" – eine symbolische Aktion für das gelingende Miteinander. Bei dem "Weg der Religionen" handelt es sich um ein symbolisches Projekt der Aktion des Bündnisses "Nürnberg hält zusammen". Es soll ein Zeichen setzen für das friedliche Zusammenleben der Religionen und Kulturen in einer solidarischen Stadtgesellschaft. Die Tour startet um 14.30 Uhr und beinhaltet drei Stationen. Start ist um 14.30 Uhr an der Eyüp Sultan Moschee (Ditib) in der Kurfürstenstraße 16. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die Teilnehmer gegen 15.30 Uhr die Kirche St. Elisabeth – St. Jakob am Jakobsplatz erreichen, sowie um 16.30 Uhr die Synagoge in der Johann-Priem-Straße 20. An jeder Station soll es ein 15-minütiges Programm mit einem Musikstück, einem Gebet und einen inhaltlichen Impuls geben.

18. Juli 2015, Coburg: "Den Lutherweg mit dem Fahrrad entdecken"

In einer Südschlaufe durchzieht der aus Thüringen kommende Lutherweg auf einer Länge von 96 km das  Coburger  Land  (davon  11  km  in  Thüringen). Er  verbindet  die Städte  der  Reformation  Neustadt  b. Coburg, Coburg und Bad Rodach. Die Fahrradtour startet um 9.00 Uhr auf dem Marktplatz in Coburg. Rückkehr ist um 18.00 Uhr. Die Gesamtstrecke umfasst etwa 55 Kilometer. Veranstaltet wird die Tour vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) und dem EBW (Evangelisches Bildungswerk Coburg). Die Teilnahme ist kostenlos.

EFiD: Kampagnen-Start zur Organspende

EFiD hat es geschafft: In einem beeindruckenden gemeinsamen Kraftakt haben EFiD-Mitgliedsorganisationen und eine ganze Reihe einzelner Spender_innen im ersten Anlauf über zwei Drittel der erforderlichen Startsumme von 15000 Euro aufgebracht. Auch das FrauenWerk Stein e.V. unterstützte die Kampagne mit einem höheren Geldbetrag. Das Präsidium hatte daraufhin beschlossen, die noch fehlenden 5000 Euro als Beitrag des Dachverbands aus EFiD-Mitteln dazu zu tun.

Von dem Geld konnte EFiD die ersten 25.000 Organspende-Flyer drucken und die Internetseite der Kampagne fertigstellen. Am 6. Juni wurde die Kampagne auf dem Kirchentag in Stuttgart eröffnet und erreichte zahlreiche interessierte Kirchentags-Besucher_innen.

Die Kampagnen-Website ist nun auch online: www.organspende-entscheide-ich.de

Die Fachstelle für Frauenarbeit gratuliert EFiD zum erfolgreichen Kampagnen-Auftakt!

Aktuelle Gleichstellungsbestrebungen in Politik und Wirtschaft

G7: Wirtschaftliche Teilhabe von Frauen soll gestärkt werden

Auf dem G7-Treffen in den vergangenen Tagen in Elmau kam auch das Thema „Women’s Economic Empowerment“ zur Sprache. Das G7-Abschlussdokument nimmt Frauen vorrangig als neue Wirtschaftsressource in den Fokus: „Durch die Teilhabe von Frauen am wirtschaftlichen Leben werden Armut und Ungleichheit verringert, Wachstum gefördert und Vorteile für alle geschaffen. Dennoch werden Frauen immer wieder diskriminiert, wodurch wirtschaftliches Potenzial beeinträchtigt, Entwicklungsinvestitionen gefährdet und ihre Menschenrechte verletzt werden“. Somit tragen die G7 der Diskriminierung von Frauen Rechnung, sorgen sich aber in erster Linie um die Beeinträchtigung ihres wirtschaftlichen Potentials. Am 16. und 17. September 2015 findet zu diesem und weiteren Frauenthemen ein „G7-Dialogforum“ statt, auf dem hoffentlich zur Sprache kommt, dass Gleichstellung nicht nur aus ökonomischen Gründen dringend notwendig ist.

Lesen sie hier die vollständige Abschlusserklärung des G7-Gipfels >>

"Peking+20": Gleichstellung der Geschlechter kann nicht mehr warten

Erfreulich umfassender als auf dem G7-Gipfel wurde das Thema Gleichstellung auf dem Festakt zum 20jährigen Jubiläum der 4. Weltfrauenkonferenz, die 1995 in Peking stattgefunden hat, diskutiert. Anlässlich dieses Jubiläums hatte das Deutsche Komitee für UN Women zu einer festlichen Abendveranstaltung nach Berlin eingeladen. UN Women fordert mit der weltweiten Kampagne zu "Peking+20" alle Akteure dazu auf, die damals getroffenen Vereinbarungen zur Gleichstellung der Geschlechter vollständig umzusetzen.

„Kein Land hat die vollständige Gleichberechtigung für Frauen und Mädchen erreicht - auch Deutschland nicht. Daher müssen wir den Geist von Peking wachhalten und gemeinsam für Frauenrechte einstehen. Gleichstellung muss zur Lebensrealität der Menschen werden", sagte Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig. Sie betonte, wie wichtig es für die Zukunft der Gesellschaften weltweit ist, dass Frauen und Mädchen gleichberechtigt teilhaben an Wirtschaft und Politik, dass ihre Rolle in Konflikten- und Krisenregionen gestärkt wird und sie besser vor Gewalt und Misshandlung geschützt werden.

Auf der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking unterzeichneten am 15. September 1995 die Delegierten aus 189 Ländern die Pekinger Erklärung und die Pekinger Aktionsplattform. Diese stellen ein einzigartiges Programm zur Gleichstellung von Frauen und Männern in zwölf kritischen Themenfeldern dar; viele Aspekte wurden zum ersten Mal im Rahmen einer internationalen Konferenz behandelt. Niemals zuvor wurde Gewalt gegen Frauen in einem internationalen Dokument so umfassend und konkret geschildert und Wege zu ihrer Beseitigung aufgezeigt.

Die komplette Pressemitteilung zum Festakt des BMFSFJ finden Sie hier >>

"... aus der Hand sollt ihr sie mir noch reißen!"

Ausstellungseröffnung 80 Jahre Frauenkalender am 9. Oktober um 18.00 Uhr im Festsaal des Tagungs- und Gästehauses im FrauenWerk Stein e.V.

Vor mittlerweile 80 Jahren erschien die erste Ausgabe des Frauenkalenders im Jahr 1935. Herausgeberin war Dr. Antonie Nopitsch, Gründerin des Bayerischen Mütterdienstes, dem heutigen FrauenWerk Stein e.V. in der Evang.-Lutherischen Kirche in Bayern. Anlässlich des 80jährigen Jubiläums präsentieren 13 Künstlerinnen des neuen Frauenkalenders 2016 eine Auswahl ihrer Werke im Tagungs- und Gästehaus im FrauenWerk Stein.

Die Ausstellung wird mit einer Vernissage am 9. Oktober 2015 um 18.00 Uhr eröffnet. Zu hören gibt es einen kurzen historischen Abriss zur Geschichte des Frauenkalenders sowie einen Beitrag zur Bedeutung der Kunst und Malerei im Rahmen des Lutherthemenjahres Bibel und Bild.

Zu sehen gibt es nicht nur Originalgemälde aus den Kalendern, sondern auch Bilder, die die Malerinnen speziell für die Ausstellung angefertigt haben. Die Veranstaltung wird zudem musikalisch begleitet von Sibylle Friz, die auf dem Cello Musik von Frauen vorträgt. Im Anschluss gibt es einen kleinen Umtrunk und Imbiss. Eintritt kostenlos!

Anmeldungen hier >>

Frauenkalender 2015

Zu Gast im FrauenWerk Stein: Bascha Mika liest am 20. November 2015 aus "Die Feigheit der Frauen"

Bascha Mika

Die ehemalige taz-Chefredakteurin und heutige Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau liest am 20. November 2015 ab 17.00 Uhr im Festsaal des Tagungs- und Gästehauses im FrauenWerk Stein aus ihrer vieldiskutierten Publikation "Die Feigheit der Frauen. Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug".

In ihrem Buch fragt Mika, warum kluge, gut ausgebildete Frauen viele Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben verspielen und ermutigt zu selbstbewussten Entscheidungen, Lust an Veränderung und Liebe auf Augenhöhe: „Wir Frauen brauchen ein Pfund Mut statt einer Tonne Ausreden. Ohne Wagnis wird das nichts mit der Selbstbestimmung.“

Im Anschluss an die Lesung steht die Autorin für eine Diskussion mit dem Publikum zur Verfügung. Interessierte melden sich an unter www.fachstelle-frauenarbeit.de, f@frauenwerk-stein.de oder FAX 0911 6806 177. Die Teilnahme ist kostenlos.

Steiner Lose Blätter: Herbstausgabe ab September 2015 erhältlich

Die Steiner Lose Blätter sind eine ideale Arbeitshilfe für die Gemeindearbeit, für den Unterricht, für die Frauenarbeit und überall dort wo kreative Ideen und abwechslungsreiche Methoden gebraucht werden.

Die Herbstausgabe 2015 beschäftigt sich unter anderem mit weiblichen Gottesbildern und der Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai. Außerdem gibt es ein interessantes Interview mit einer brasilianischen Pfarrerin, die mit ihrer Familie seit drei Jahren in Deutschland lebt. Auch Ideen für die Praxis werden vorgestellt.

Bestellen Sie hier >>

Probelesen >>

Neu im Buchhandel: Die Reformatorin

Historischer Roman über die Lebensgeschichte Argula von Grumbachs. Von Silke Halbach

Argula von Grumbach – sie ist "Die Reformatorin". Die erste Frau, die es wagte, unter Einsatz ihres Lebens aufseiten Martin Luthers für die Reformation zu kämpfen. Eine adelige Frau an der Schwelle zur Neuzeit: energisch, klug, mutig und leidenschaftlich. Ihre Überzeugung macht sie stark, und sie setzt für sie alles aufs Spiel: ihre gesellschaftliche Stellung, das Glück ihrer Familie, ja sogar ihr Leben. Gegen alle Widerstände schreibt sie an, nur Gott, ihrem Glauben, ihrem Gewissen verpflichtet … (Auszug aus dem Klappentext)

Die Publikation kann direkt beim Verlag Kern bestellt werden >>

Nicht vergessen:

In der Evangelisch–Lutherischen Kirche in Bayern wird der Argula-von-Grumbach-Preis zum vierten Mal als Wettbewerb zur Förderung der Gleichstellung von Mann und Frau ausgeschrieben. Sein Thema lautet: "Kirche – ein Frauenraum“. Dabei kann das Wort "Raum“ abstrakt und konkret verstanden werden. Einsendungen werden bis zum 31.10.2015 entgegengenommen.

Flyer zum Wettbewerb >>

Es grüßt Sie herzlich

Bettina Möller
Öffentlichkeitsreferentin der Fachstelle für Frauenarbeit im FrauenWerk Stein e.V.

Impressum/Rechtliche Hinweise
Wir freuen uns darüber, wenn Sie uns weiterempfehlen. Wenn Sie Anregungen, Lob oder Kritik haben, wenden Sie sich bitte an f@frauenwerk-stein.de.
FrauenWerk Stein e.V. in der Evang.-Luth. Kirche Bayern, Fachstelle für Frauenarbeit
Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein | Tel. (0911) 6806-0 | Fax (0911) 6806-177
Redaktion: Fachstelle für Frauenarbeit

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