Newsletter Nr. 17 - September 2016

An(ge)dacht

Liebe Leserinnen und Leser!

Sommer, Sonne, Strand und viel Zoff um den Stoff. Sittsamer gekleidet als es die Polizei erlaubt, war die Frau am Strand von Nizza, die vor etwa zwei Wochen plötzlich von vier Polizisten umringt wurde. Sie trug schwarze Leggins, eine türkisfarbene Bluse und ein türkisfarbenes Kopftuch und schlummerte im Sand. Sie trug weder einen Burkini noch einen Nikab oder eine andere Form der völligen Verschleierung. Die Fotos, die ein Reporter knipste, wirken absurd: Die vier männlichen Polizisten zwangen die Frau sich auszuziehen. Vor exakt einem Jahr diskutierte Deutschland das entgegengesetzte Problem, nämlich ob Hot Pants an den Schulen prinzipiell verboten werden sollten. Anziehen, ausziehen, also was denn nun, könnte man fragen. Eines wird dabei deutlich: Diskussionen um Kleider- ordnungen sind offenbar immer mit dem weiblichen Geschlecht verbunden. Mal keine Hosen, dann zu kurze Röcke, zu tiefe Ausschnitte, nun zu viel Stoff. Vielleicht ein bißchen zu viel Zoff um ein Stück Stoff oder worum ging es eigentlich gleich wieder?

 

Das Team der Fachstelle wünscht allen einen kühlen Kopf und viel Spaß beim Lesen!

Ihre Dr. Andrea König

AfD: Keine Alternative für Frauen

Der Deutsche Frauenrat hat in einem Beitrag darauf aufmerksam gemacht, dass der große Erfolg, den die AfD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erzielt hat, vor allem auf die Stimmen von Männern zurückgeht. Deutlich weniger Wählerinnen als Wähler sehen in der rechtspopulistischen Partei eine Alternative zum politi- schen Establishment. So wurde die AfD zwar von 25% der Männer aber nur von 16% der Frauen gewählt, wie eine Nachwahlbefragung des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap ermittelt hat. Ein ähnlich signifikanter geschlechtsspezifischer Unterschied im Wahlverhalten zeigt sich bei dieser Wahl – aber in umgekehrter Form - nur noch bei der SPD: Für diese entschieden sich 34% der Wählerinnen aber nur 27% der Wähler. Bei allen anderen Parteien liegt die geschlechtsspezifische Differenz bei maximal einem Prozent. Damit bestätigen sich die Erkenntnisse früherer Wahlen: Frauen neigen deutlich weniger zu rechtspopulistischen oder rechtsextremen Parteien.

Hier geht es zum Artikel des >>> Deutschen Frauenrats

Ausstellung "Vom Dunkel ins Licht - Frauen der Reformation im süddeutschen Raum"

Die von der Fachstelle für Frauenarbeit im FrauenWerk Stein konzipierte Wanderausstellung "Vom Dunkel ins Licht - Frauen der Reformation im süddeutschen Raum" wird am 2. Dezember 2016 erstmals im Rahmen einer kleinen Präsentationsfeier im Festsaal im FrauenWerk Stein gezeigt. Zur Ausstellung wird es einen Begleitband geben, der ebenfalls ab diesem Tag erhältlich sein wird. Die Präsentationsveranstaltung ist kostenlos. Neben einem Vortrag, etwas Musik und einem kleinen Imbiss, besteht die Möglichkeit einer Führung durch die Ausstellung. Die Veranstaltung ist kostenlos. Bitte melden Sie sich vorher dazu an.

Hier finden Sie >>> Informationen zur Ausstellungen

Hier geht es zur >>> Anmeldung zur Ausstellungpräsentation

Die Anmeldung zur Ausstellungseröffnungsfeier ist auch per Mail (f@frauenwerk-stein.de) oder per Telefon (0911 6806 142) möglich.

Eine Übersicht über Termine und Orte, wo die Ausstellung gezeigt wird und das dazu geplante Rahmenprogramm finden Sie hier >>> Ausstellungsorte und -termine

Die Philippinen im Fokus

Seit seinem Amtsantritt Ende Juni polarisiert der philippinische Präsident Rodrigo Duterte: Sicherheitskräfte bringen im Namen des Kampfes gegen Drogenkriminalität Menschen um, US-Präsident Barack Obama wurde als "Hurensohn"  bezeichnet, die Todesstrafe soll wieder eingeführt werden. Zudem wurden die Philippinen von Erdbeben erschüttert, in Davao gab es ein Bombenattentat. Die Philippinen stehen aktuell im weltweiten Fokus.

Im Herbst stellt auch die Fachstelle für Frauenarbeit im Rahmen der Vorbereitungsseminare zum Weltgebetstag 2017 die Inselwelt der Philippinen mit all ihren Facetten in den Mittelpunkt. Was bewegt und beschäftigt die philippinischen Frauen? Welche Themen und Probleme werden von ihnen in der Gottesdienstordnung angesprochen? Warum lieben die InselbewohnerInnen Karaoke?

Sie sind herzlich eingeladen nach Stein!

Hier finden Sie Informationen zu >>> Terminen und Anmeldemodalitäten

Barmen: Jesus Christus - das eine Wort Gottes

"Jesus Christus ... ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben", so beginnt die Barmer Theologische Erklärung von 1934. Bisher hat sie Bekenntnisrang in den Landeskirchen von Hessen und Nassau, Berlin-Brandenburg, Lippe, in der Nordkirche und der Reformierten Kirche. Nun soll die Barmer Theologische Erklärung auch in die Verfassung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern aufgenommen werden.

Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm setzt sich für die Aufnahme der Erklärung in die Verfassung der bayerischen Landeskirche ein. Es gibt aber auch kritische Stimmen. In den Diskussionsprozess sind auch die Gemeinden miteingebunden. Ein Interview mit Landesbischof Dr. Bedford-Strohm gibt Einblick in den aktuellen Stand:

Hier geht es zum >>> Interview

Veranstaltungs-Highlight im Oktober

Besser geht immer!? - Kooperationsveranstaltung

Ursachen und Wirkungen komplexer Leistungs- anforderungen an Frauen

Selbstoptimierung liegt im Trend - gesünder leben, den eigenen Körper verbessern, leistungsfähiger, fitter und produktiver werden. Wer möchte das nicht? Dabei ist dieser Trend durchaus ambivalent zu sehen. Das gesellschaftliche Problem, sich in der Arbeitswelt und im privaten Leben durch ständig steigende Anforderungen überfordern zu müssen, betrifft Frauen auf verschiedene Weise. Selbstoptimierung und Erschöpfung - was tun? Der Fachtag beginnt mit einem Vortrag von Prof. Dr. Susanne Ihsen, TU München. Sie beleuchtet das Thema Selbstoptimierung aus Sicht der Geschlechter-forschung. Am Nachmittag gibt es ein Angebot von Workshops.

Termin: 21.10.2016, 9:30-17:00 Uhr, Anmeldung hier >>>

Kooperation: Diakonie.Kolleg.Bayern, Fachstelle für Frauenarbeit im FrauenWerk Stein e.V., Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (kda), Landesgeschäftsstelle ev. Mütter- genesung , Klinik Sonnenbichl Aschau, Arbeitsgemeinschaft Evang. Erwachsenen-bildung (AEEB)

Neues Projekt: Reformation ist überall - FrauenPerspektiven

(c) Christinnenrat / Uwe Birnstein

Zum Reformationsjahr 2017 hat der Christinnenrat das internetbasierte ökumenische Projekt Reformation ist überall - FrauenPerspektiven initiiert. Unter der Schirmherrinnenschaft von Dr. Margot Käßmann, Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirchen in Deutschland für das Reformationsjubiläum, lädt das Projekt Frauen ein, auf einem Plakat den Halbsatz "Eine frauengerechte Kirche ist für uns / für mich, wenn.″ zu vervollständigen. Mit dem Plakat machen die Teilnehmenden in Anlehnung an den Thesenanschlag Martin Luthers ein Foto von sich vor einer Kirchentür und laden es in eine Online-Bildergalerie hoch.

Mit dem Projekt will der Christinnenrat darauf aufmerksam machen, dass sich jede Kirche immer wieder reformieren muss. "Die Perspektive von Frauen wird in den christlichen Kirchen noch zu wenig beachtet, ist aber unverzichtbar", sagt EFiD-Vorsitzende Susanne Kahl-Passoth. "Wir sind überzeugt, dass die christlichen Kirchen ihren Auftrag nur erfüllen können, wenn dabei die Sichtweisen, Erfahrungen und Kenntnisse von Frauen gleichberechtigt zum Tragen kommen."

>>> Website des Projekts: http://christinnenrat.de/reformation-ist-ueberall-startseite

Verleihung des Bayerischen Verdienstordens an EFB-Vorsitzende

(c) Bayerische Staatskanzlei

Mit Hingabe engagiert sich Elke Beck-Flachsenberg seit 45 Jahren in der evangelischen Frauen- und landesweiten Medienpolitik, so hieß es in der Laudatio des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer anlässlich der Verleihung des Bayerischen Verdienst- ordens am 13. Juli 2016 in München. Dort wurde der Vorsitzenden der Evangelischen Frauen in Bayern (EFB) der Bayerische Verdienstorden für ihr Engagement verliehen. Seit den 1970er Jahren bekleidet Elke Beck-Flachsenberg verschiedenste Ämter im Dachverband der Evangelischen Frauen in Bayern (EFB). Seit 2005 ist sie EFB-Vorsitzende und als solche unermüdlich im Einsatz für die Anliegen von Frauen. Sich für die Anliegen von Frauen einzusetzen, war Elke Beck-Flachsenberg seit jeher ein großes Anliegen. Durch ihr ehrenamtliches Engagement leistet sie seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung über die Situation und Rolle von Frauen innerhalb der evangelisch-lutherischen Kirche und der Gesellschaft.

Wir gratulieren herzlich zur verdienten Auszeichnung!

Ellen-Ammann-Preis 2017

"Nach wie vor braucht unsere Gesellschaft Frauen, die sich mutig für ihre sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rechte einsetzen", so Elfriede Schießleder, Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB). Um die Arbeit besonders kreativer und tatkräftiger Frauen zu würdigen, vergibt der KDFB alle zwei Jahre den mit 4500 Euro dotierten Ellen-Ammann-Preis. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 31.12.2016 möglich.

Hier finden Sie Informationen zum >>> Ellen-Ammann-Preis 2017

Weitergehen 2017 - Texte zum Nachdenken für jeden Tag

Druckfrisch erschienen ist das neue Weitergehen 2017 - Texte zum Nachdenken für jeden Tag. Der christliche Wochenbegleiter stellt jede Woche einen Text aus der Bibel bereit. Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Konfessionen beschäftigen sich mit diesen Texten und regen zum Weiterdenken und Weitergehen an. Das Buch wird vom FrauenWerk Stein e.V. herausgegeben und kann über den Ernst Kaufmann Verlag bezogen werden.

Hier geht es zum >>> Ernst Kaufmann Verlag

Mail an:  bestellung@kaufmann-verlag.de

Wir suchen Verstärkung - jetzt bewerben!

Wir suchen zum 1.11.2016 oder zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Bildungsreferentin mit Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit für die Fachstelle für Frauenarbeit im FrauenWerk Stein e.V. in der ELKB. Wir erwarten ein abgeschlossenenes geistes- oder sozialwissen- schaftliches Studium, Berufserfahrung in der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit, fundierte EDV-Kenntnisse, fachliche Kenntnisse frauen- spezifischer Themen, Mitgliedschaft in der Evang.-Luth. Kirche und Kenntnisse der landes- kirchlichen Strukturen. Bewerbungsunterlagen bitte per Post an das FrauenWerk Stein e.V., z. Hd. Vorsitzende Isolde Heine-Wirkner, Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein.

Genaue Details finden sich in der Stellenausschreibung.

Hier geht es zur >>> Stellenausschreibung

Es grüßt Sie herzlich im Namen des Teams der Fachstelle für Frauenarbeit

Ihre Dr. Andrea König

 

 

Impressum/Rechtliche Hinweise
Wir freuen uns darüber, wenn Sie uns weiterempfehlen. Wenn Sie Anregungen, Lob oder Kritik haben, wenden Sie sich bitte an f@frauenwerk-stein.de.
FrauenWerk Stein e.V. in der Evang.-Luth. Kirche Bayern, Fachstelle für Frauenarbeit
Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein | Tel. (0911) 6806-0 | Fax (0911) 6806-177
Redaktion: Fachstelle für Frauenarbeit

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