Newsletter Nr. 21 - September 2017

An(ge)dacht

Liebe Leserinnen und Leser!

Am 24. September ist Bundestagswahl. "Sie haben die Wahl" steht auf vielen Wahlplakaten. Eigentlich haben wir Christinnen und Christen doch jeden Tag die Wahl, denke ich. Bringe ich mein Leben mit Gott in Verbindung oder nicht? Falls ja, stellt sich die Frage, wie mein Leben dann aussehen soll. Besuche ich am Sonntag den Gottesdienst? Lese ich in der Bibel? Nehme ich an einer Andacht teil? Bete ich? Da gibt es eine ganze Menge zu wählen und zu entscheiden. Bewahrheitet sich vielleicht dann der Spruch: Wer die Wahl hat, hat die Qual? Nein, denn wer die Wahl hat, hat Freiheit. Die schenkt uns Gott. Er setzt uns frei, weil er uns erwählt hat. Daher macht Jesus Christus sein Kreuz vor unseren Namen: "Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt!" (Joh 15, 16). Eigentlich ist jeden Tag Wahltag: Zeit, mir das Kreuz vor Augen zu führen und darauf zu vertrauen, dass ich eine Kandidatin Gottes bin – erwählt, geliebt und befreit. Und mit einem Mandat betraut: "Ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt", sagt Jesus. Bleibt am Ende nur die Frage, die nach jeder Wahl gestellt wird: "Nehmen Sie die Wahl an?!" Dann antworten Sie Gott doch heute einmal für sich persönlich mit einem Gebet: "Amen, ja. Ich nehme Deine Wahl an!"

Das Team der Fachstelle für Frauenarbeit wünscht Ihnen einen schönen Herbst!

Ihre Dr. Andrea König

100 Jahre Frauenwahlrecht - alles auf Anfang?

Ein Ereignis 2018 wirft seine Schatten voraus: Am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft. Die Geburtsstunde des Frauenwahlrechts. Damit konnten Frauen am 19. Januar 1919 zum ersten Mal in Deutschland reichsweit wählen und gewählt werden. 300 Frauen kandidierten. 37 Frauen wurden schließlich gewählt. "Das Frauenwahlrecht war kein Geschenk, es ist eine Jahrhunderterrungenschaft, erkämpft von Frauen für Frauen und für die Demokratie. Machen wir davon Gebrauch. Frauenstimmen zählen.", so Ramona Pisal vom Deutschen Juristinnenbund.

Grund genug, knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl am 24. September noch einmal  auf die ironisch wie hintersinnig aufbereiteten  Fakten unserer >>>Bierdeckel-Aktion "Frauen wählt" hinzuweisen. Mit humorvollen und teils bewusst provokant gestalteten Titeln wie „Oben ohne?“ wird so etwa auf den geringen Anteil von Frauen in den Vorständen deutscher Unternehmen hingewiesen. Neun weitere Bierdeckel stoßen in gleicher Weise die Debatte zu frauenpolitischen Themen an.

>>>Bestellen Sie die Bierdeckel samt Infoheft

Mehr als 12,5 Millionen Frauen aus 17 Frauenverbänden wenden sich schließlich in der >>>Berliner Erklärung 2017 mit einem Katalog von Forderungen an die Parteien zur Bundestagswahl. Darin bilanziert das überfraktionelle Bündnis: Da geht noch was! Die Gleichberechtigung von Frauen in Arbeitswelt und Gesellschaft kommt zu langsam und nicht entschieden genug voran. Denn nach 100 Jahren Frauenwahlrecht, 70 Jahren Grundgesetz und 25 Jahren aktivem Gleichstellungsauftrag als Ergänzung des Artikels 3, Abs. 2 Grundgesetz haben Frauen in Deutschland lange genug gewartet und Kompromisse gemacht.

Die Fachstelle für Frauenarbeit im Frauenwerk Stein e.V. appelliert: "Demokratie lebt von der Beteiligung. Die Errungenschaft, an demokratischen Wahlen teilnehmen zu können, sollte jede und jeder wahrnehmen." Frauen besonders, denn sie stellen die Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland und können Wahlen maßgeblich entscheiden.

Daher nicht vergessen: Am 24. September 2017 ist Bundestagswahl!

Seminare zur Vorbereitung des Weltgebetstages 2018

© Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

Der nächste Weltgebetstag (WGT) führt unter dem Motto "Gottes Schöpfung ist sehr gut!" nach Surinam. Von Samoa bis Chile werden Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen die Gottesdienste zum Weltgebetstag am 2. März 2018 feiern und leiten. An fünf Wochenenden veranstaltet die Fachstelle für Frauenarbeit Vorbereitungsseminare und Studientage zum WGT in Stein: Lassen Sie sich einladen, die Gottesdienstordnung kennen zu lernen und sich mit dem Land, seiner Kolonialgeschichte und der lebendigen Gegenwart vertraut zu machen. Freuen Sie sich auf surinamisches Essen, Lieder, Rhythmen und Tänze!

Das Titelbild zum WGT 2018 stammt von der surinamischen Künstlerin Sri Irodikromo. Sein Titel lautet "Gran tangi gi Mama Aisa (In gratitude to mother Earth)", was auf Deutsch so viel heißt wie "In Dankbarkeit der Mutter Erde".

Termine

1. Ökumenisches Wochenendseminar: 20. – 22.10.2017

2. Ökumenisches Wochenendseminar: 27. – 29.10.2017

1. Ökumenischer Studientag: 17.11.2017

2. Ökumenischer Studientag 18.11.2017

3. Ökumenischer Studientag 20.01.2018


Hier kommen Sie zur >>>Anmeldung und finden weitere >>>Informationen

Kennen Sie eigentlich Surinam?

Das kleinste Land Südamerikas ist 2018 Partnerland des Weltgebetstages. Angrenzend an Guyana, Brasilien und Französisch-Guyana vereint Surinam niederländische, kreolische, westafrikanische, indische, indonesische und auch deutsche Einflüsse. Die surinamische Bevölkerung ist größtenteils afrikanischer, indischer und javanischer Herkunft. So kommt es, dass in der Hauptstadt Paramaribo Kirchen, Moscheen, Hindu-Tempel und Synagogen einträchtig nebeneinander stehen. Über 200.000 Surinamesinnen und Surinamesen arbeiten im Land der ehemaligen Kolonialherren - den Niederlanden. Niederländisch ist auch die Amtssprache des Landes.

Die Schöpfungsgeschichte mit 1.Mose/Gen 1,1-2,3 steht im Mittelpunkt der Gottesdienstordnung - der Artenreichtum, die Vielfalt an Flora und Fauna, aber auch die indigenen Völker in Surinam sind, wie in den meisten tropischen Ländern, gefährdet durch Raubbau und Verschmutzung. Das surinamische Komitee, das die Gottesdienstordnung für 2018 vorbereitet hat, ist ökumenisch und multiethnisch zusammengesetzt. Die Präsidentin des Komitees, Diana Pengel, sagt dazu: "Die wichtigste Aufgabe der Menschen in Surinam ist es, sich in der Verschiedenheit der Herkunft als ein surinamisches Volk zu verstehen. Der Hintergrund ist die Kolonialzeit, in der unter den verschiedenen Kolonialherrschern Menschen aus verschiedenen Kontinenten nach Surinam verschleppt worden sind und auch gezielt gegeneinander ausgespielt wurden. Auch in diesem Sinne ist das diesjährige WGT-Motto "All God´s creation is very good!" mehr als aktuell."

Der Weltgebetstag als größte ökumenische Basisbewegung von Frauen weltweit setzt sich seit über 100 Jahren in heute rund 170 Ländern aktiv für den Frieden ein. Der Landesverband Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V. sammelt bis zum 15.12.2017 Unterschriften von engagierten Menschen, um das Internationale Weltgebetstags-Komitee für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen. Die Fachstelle für Frauenarbeit unterstützt diese Initiative.

>>>Anschreiben und >>>Unterschriftenliste finden Sie hier.

Ihr Programm September bis November 2017

Mädchenhandel bekämpfen!

Saskia Hahn, eine junge, engagierte Produzentin, wirbt um Unterstützung für ihr Kurzfilmprojekt "IONELA", das ab Mitte September in München realisiert werden soll. Basierend auf dem Roman von Iana Matei "Zu verkaufen: Marian, 15 Jahre", der mit erschütternden Worten das Schicksal zwangsprostituierter Mädchen schildert, greift das Filmprojekt der jungen Filmemacherin ein ungeheuer aktuelles Thema auf.

Nach Schätzungen des Kinderhilfswerks Unicef arbeiten weltweit rund zwei Millionen Minderjährige erzwungenermaßen im Sexgewerbe. Allein 6000 Jugendliche zwischen zwölf und 16 Jahren werden nach Angaben der Schweizer Menschenrechtsorganisation Terre des Hommes jährlich aus Osteuropa in die Prostitution verkauft. Die Mädchen werden in westliche Länder gelockt und statt im versprochenen Job werden sie gebrochen, landen in der Prostitution und müssen um ihr Überleben kämpfen.

Unter dem Titel "Frauenhandel bekämpfen: Erfahrungen und Projekte aus Osteuropa" veranstaltet das >>>Aktionsbündnis gegen Frauenhandel, dem das Frauenwerk Stein e.V. angehört, am 17.10.2017 in München eine Fachtagung. Hier finden Sie weitere Informationen zur Ankündigung der >>>Fachtagung.

Renovabis, Akteur im Aktionsbündnis gegen Frauenhandel, unterstützt das Filmprojekt von Saskia Hahn mit einer Förderzusage. Möchten auch Sie dieses Filmprojekt mit unterstützen, nehmen Sie unter >>>film.ionela@gmail.com Kontakt zu den FilmemacherInnen auf.

Und was haben Sie vor am Reformationstag?

Der Reformationstag am 31. Oktober ist 2017 einmalig bundesweiter gesetzlicher Feiertag. Während Ökonomen die verlorengehende Wertschöpfung aufgrund des freien Arbeitstages vorrechnen und bereits die Konstanz der jährlichen Wirtschaftsleistung in Gefahr wähnen, sehen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer diesem zusätzlichen freien Tag wohl eher freudig entgegen. Oder?

Haben Sie Pläne für den 31. Oktober? Genießen den freien Tag ganz privat? Gibt es heuer Veranstaltungen in Ihrer Gemeinde, von denen Sie uns berichten möchten? Oder stellt dieser freie Tag für Sie auch eher ein Ärgernis dar? Teilen Sie uns mit, was Sie bewegt, anregt oder auch erregt. Unter allen Zusendungen (gerne auch mit Bild) verlosen wir dreimal unseren beliebten Frauenkalender 2018 oder wahlweise und erstmalig 2018 auch als Terminplaner.

Zusendungen per Post an: Frauenwerk Stein e.V. in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern / Fachstelle für Frauenarbeit, z.Hd. Claudia Schweneker, Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein.

Oder per Email mit Betreff "Mein Reformationstag" an >>>schweneker@frauenwerk-stein.de.

Aktuelle Termine und Orte der Wanderausstellung

Die Ausstellung "Vom Dunkel ins Licht - Frauen der Reformation im süddeutschen Raum" der Fachstelle für Frauenarbeit wandert weiter durch Bayern. Die nächsten Ausstellungstermine und -orte sind:

  • 07.09. - 28.09.2017    Burgkirchen
  • 15.09. - 22.09.2017    Velden
  • 01.10. - 29.10.2017    Neu-Ulm, Thalfingen bei Ulm
  • 06.10. - 16.10.2017    Penzberg
  • 17.10. - 06.11.2017    Nürnberg
  • 30.10. - 02.11.2017    Wolfratshausen
  • 03.11. - 01.12.2017    Altdorf und Lauf
  • 07.11. - 14.11.2017    Nürnberg
  • 16.11. - 01.12.2017    Erlangen
  • 04.12. - 15.12.2017    Bad Windsheim


Das Team der Fachstelle für Frauenarbeit ist mit einigen Vorträgen rund um das Thema Frauen der Reformation in ganz Bayern unterwegs. Die nächsten Votragstermine sind:

  • 21.09.    Burgkirchen - Frauen der Reformation (Ulrike Knörlein)
  • 07.10.    Lohr - Frauen der Reformation (Ulrike Knörlein)
  • 13.10.    Neu-Ulm - Frauen der Reformation (Führung und Vortrag mit Ulrike Knörlein)
  • 18.10.    Nürnberg - Frauen der Reformation (Dr. Andrea König)
  • 18.10.    Neuendettelsau - Frauen der Reformation (Ulrike Knörlein)
  • 19.10.    Windsbach - Katharina von Bora (Ulrike Knörlein)
  • 20.10.    Langensendelbach - Frauen der Reformation (Ulrike Knörlein)
  • 20.10.    Schwaig b. Nürnberg - Katharina von Bora (Dr. Andrea König)
  • 21.10.    Nürnberg - Frauen der Reformation (Workshop mit Ulrike Knörlein)
  • 24.10.    Harburg - Katharina von Bora (Dr. Andea König)

>>> Weitere Informationen zur Ausstellung und zu Vorträgen und Führungen finden Sie auf der Homepage der Fachstelle für Frauenarbeit.

Sie haben Interesse an einem Vortrag? Fragen Sie uns an. Wir kommen zu Ihnen!

Gender-Pay-Gap oder Mousetrap: Beispiel Island

Am 24. Oktober 1975, Start des "International Women's Year" in jenem Jahr, ziehen Tausende von Isländerinnen durch die Straßen der Hauptstadt in Rejkjavik und demonstrieren für mehr Gleichberechtigung, bessere Kinderbetreuung und gerechtere Bezahlung und zeigen, dass ohne sie das ganze Land zusammenbrechen würde. Was Geschlechtergerechtigkeit angeht, ist Island immer schon Vorreiter gewesen.

Unternehmen, die über 25 Angestellte beschäftigen, sollen sich seit diesem Jahr von der isländischen Regierung zertifizieren lassen, dass im jeweiligen Betrieb eine gerechte Lohnpolitik umgesetzt wird. Bis 2020 will das skandinavische Land Unternehmen so dazu bringen, ihre Gehälter fair festzulegen. BefürworterInnen loben das Gesetz, das auch Menschen mit verschiedenen Hautfarben, mit Behinderung, mit Migrationshintergrund und auch Queers vor Lohnbenachteiligung schützt.

KritikerInnen weisen indes nicht zu unrecht darauf hin, dass Gehaltsunterschiede von Frauen und Männern größtenteils durch ganz andere gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Die ungleiche Verteilung unbezahlter Arbeit wie Kinderbetreuung und Haushaltsarbeiten, längere Auszeiten im Beruf und häufigere Teil-zeitbeschäftigungsverhältnisse haben zur Konsequenz, dass Frauen wesentlichen Nachteilen am Arbeitsmarkt ausgesetzt sind.  Daraus resultieren Einkommensnachteile, weniger Aufstiegschancen und eine schlechtere Verankerung am Arbeitsmarkt für Frauen.

Die Zukunft wird zeigen, ob dieses Gesetz eher der symbolischen Politik zuzuordnen ist, oder sich tatsächlich als geeignete Maßnahme erweist den Gender-Pay-Gap zu schließen.

Und aller Ernüchterung zum Trotz: Island ist und bleibt ein Vorbild, wenn es um die Gleichstellung von Frauen und Männern geht.

In diesem Sinne „Áfram stelpur“!
(„Vorwärts Frauen“)

Das miese Geschäft mit der großen Liebe

Immer häufiger werden junge Mädchen Opfer von sogenannten Loverboys. Dabei suchen sich Zuhälter bewusst Teenager als Opfer aus, spielen diesen eine innige Beziehung vor, um ihre minderjährigen Opfer schließlich mit Lügen und Erpressungen in die Prostitution zu treiben.

"Die Masche dieser Männer ist immer ähnlich", sagt die pensionierte Kriminalhauptkommissarin Bärbel Kannemann vom Verein "No loverboys". Erst spielen die Männer den Mädchen die große Romantik vor, machen sie emotional abhängig, isolieren sie von Eltern und Freunden und geben dann oft vor in Schwierigkeiten zu stecken, etwa Geldsorgen zu haben. Die Mädchen empfinden häufig Mitleid, wollen den geliebten Freund nicht verlieren und sind bereit, alles zu tun, um ihm zu helfen. Beim ersten Widerstand werden die Männer meist gewalttätig oder setzen die Mädchen mit Sexfotos und -videos unter Druck.

Auf der Internetseite des Vereins >>>"No loverboys" wird über Hinweise und Auffälligkeiten informiert, die bei bisherigen Opfern immer wieder festgestellt wurden. Einzelne Auffälligkeiten kommen freilich bei vielen pubertierenden Jugendlichen vor, aber gehäuft können sie Indiz für den Kontakt zu einem Loverboy sein, so das Team von "No loverboys". Der Verein dient als direkte Anlaufstelle für Betroffene und deren Angehörige, betreut von ausgebildeten psychologischen Beratern.

Wichtige Präventionsarbeit zu dieser Thematik leistet das Programm >>>"Liebe ohne Zwang" vom Netzwerk gegen Menschenhandel. Schulungen für MultiplikatorInnen und Arbeitsmaterialien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen können kostenlos oder gegen eine freiwillige Spende angefragt werden.

Zum Todestag von Elisabeth Schmitz

Zum 40. Todestag erinnert ein fesselndes Portrait an Elisabeth Schmitz, die als Christin konsequent und klar ihre Stimme erhob, mitten im nationalsozialistischen Terror in Deutschland. Autorin Sibylle Biermann-Rau war jahrelang im Gespräch mit Pfarrerin i.R. Dietgard Meyer, der ehemaligen Schülerin und späteren Freundin von Elisabeth Schmitz.

Die Berliner Studienrätin, die sogleich mit der Machtübernahme den Un-Geist der Nazi-Zeit erkannte und bereits 1935 die Endlösung kommen sah, war die für lange Zeit unbekannte Verfasserin der Denkschrift "Zur Lage der deutschen Nichtarier". In dieser aufrüttelnden Schrift des öffentlichen Einspruchs fordert sie nicht nur christliche Solidarität mit den Opfern, sondern spricht offen von der Mitverantwortung der Christen in Deutschland. Ein Exemplar, dieser von ihr 1935 für die Synode der Bekennenden Kirche Preußens eigenhändig 200-fach verfielfältigten Widerstandsschrift, schafft Dietrich Bonhoeffer nach London. 

Ebenfalls einzigartig, mutig und von bestechender Geradlinigkeit war ihre Reaktion auf die Reichspogromnacht am 9.11.1938. Elisabeth Schmitz erschien tags darauf nicht mehr in ihrer Schule und quittierte schließlich zum Ende des Jahres ihren Dienst als Lehrerin - mit nur 45 Jahren.

2004 fand man in ihrer Geburtsstadt Hanau in einem Kirchenkeller eine Aktentasche mit dem Vermerk "Nachlass Dr. Elisabeth Schmitz". Da erst wurde deutlich, wie mutig und bedeutend ihr beherztes Einschreiten gegen die Grausamkeiten im Dritten Reich war.

Literaturtipp: Sibylle Biermann-Rau, "Elisabeth Schmitz – Wie sich die Protestantin für Juden einsetzte, als ihre Kirche schwieg", Kreuz-Verlag 2017

Vielleicht wollen Sie mehr erfahren aus dem Leben dieser bemerkenswerten Frau? Die Referentinnen der Fachstelle für Frauenarbeit kommen gern zu Ihnen für Frauenabende, Vortragsveranstaltungen in Ihrer Gemeinde, Seminare, Fortbildungen u.v.m. mit einer Fülle an anregenden Themen. Sprechen Sie uns an!

Hier finden Sie eine >>>Auswahl an Themen.

Druckfrisch: Frauenkalender für 2018 ist da!

Der Kalender von Frauen für Frauen: mit 11 Postkarten und 53 Farbbildern von verschiedenen Künstlerinnen, zum Aufhängen und Aufstellen. Wie gewohnt gibt es für jede Woche ein neues Kalenderblatt mit einem Kunstwerk zeitgenössischer Malerinnen, gepaart mit einem meditativen Zitat. Der Zweiklang von Bild und Text lässt inne halten, neue Kraft schöpfen und lädt zum Nachdenken ein. 

NEU: Den Klassiker gibt es 2018 erstmalig auch als Terminplaner!

Weitere Infos zum Frauenkalender und den Künstlerinnen unter www.galerie-frauenkalender.de.

Bestellungen telefonisch unter 0911-6806115 oder per Mail an >>>f@frauenwerk-stein.de.

Weitergehen 2018 - Texte zum Nachdenken für jeden Tag

Druckfrisch erschienen ist auch das neue Weitergehen 2018 - Texte zum Nachdenken für jeden Tag. Der christliche Wochenbegleiter stellt jede Woche einen Text aus der Bibel bereit. Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Konfessionen beschäftigen sich mit diesen Texten und regen zum Weiterdenken und Weitergehen an. Das Buch wird vom FrauenWerk Stein e.V. herausgegeben.

Bestellungen telefonisch unter 0911-6806115 oder per Mail an >>>f@frauenwerk-stein.de.

Personalia

Seit Juli 2017 begrüßen wir Claudia Schweneker, Medien- und Politikwissenschaftlerin, als neue Referentin mit Schwerpunkt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Fachstelle für Frauenarbeit im Frauenwerk Stein e.V. in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. Gleichzeitig übernimmt sie die Geschäftsführung der Evangelischen Frauen in Bayern (EFB). Zusätzlich zu ihren fundierten Berufserfahrungen aus der Erwachsenenbildung und aus ihrer Tätigkeit als freie Texterin, verfügt sie über weitreichende Kenntnisse sozialer Netzwerke und Plattformen. Frau Schweneker wird darüber hinaus für die Fachstelle Veranstaltungen planen und durchführen und die Vernetzung für die EFB als gesellschaftspolitisches Sprachrohr betreuen und weiter ausbauen.

 

Es grüßt Sie herzlich im Namen des Teams der Fachstelle für Frauenarbeit

Ihre Claudia Schweneker
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

Impressum/Rechtliche Hinweise
Wir freuen uns darüber, wenn Sie uns weiterempfehlen. Wenn Sie Anregungen, Lob oder Kritik haben, wenden Sie sich bitte an f@frauenwerk-stein.de.
FrauenWerk Stein e.V. in der Evang.-Luth. Kirche Bayern, Fachstelle für Frauenarbeit
Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein | Tel. (0911) 6806-0 | Fax (0911) 6806-177
Redaktion: Fachstelle für Frauenarbeit

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