Newsletter Nr. 8 vom Juli 2014

An(ge)dacht

Liebe Leserinnen und Leser!

Sommerzeit ist Urlaubszeit. "Endlich Urlaub!", so mögen viele denken. Endlich weg vom Termindruck, von den Verpflichtungen und den Aufgaben des Alltags. Endlich das tun, wozu man Lust hat oder einfach gar nichts tun. Vielleicht haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum diese Zeit "Urlaub" heißt und woher dieses Wort eigentlich kommt. Sprachgeschichtlich stammt das Wort aus der Sprache des Hofes und bedeutete "Erlaubnis", d.h. die Erlaubnis wegzugehen. Urlaub ist folglich die Erlaubnis, das, was das Jahr über mein Leben ausfüllt, hinter mir zu lassen, frei zu sein für anderes. Aber für was? Jede(r) von uns verbindet anderes damit. Für die einen gehören zum Urlaub Berge, Wiesen und herrliche Aussichten, für die anderen sind es Sonne, Meer und Sand. Wieder andere freuen sich an der heimischen Landschaft oder im eigenen Garten. Allen gemeinsam ist der Wunsch, aufzutanken, neue Kräfte zu sammeln für den Alltag, der ja wiederkommt. Auch im Alten Testament lesen wir von Menschen, die Urlaub machen. Unzählige FestpilgerInnen reisen alljährlich aus der ganzen jüdischen Welt nach Jerusalem. Sie lassen ihren Alltag hinter sich, um in Jerusalem im Tempel ganz intensiv und ganz neu die Gemeinschaft mit Gott und mit anderen Gläubigen zu suchen und zu erleben. Sie reisen nicht bequem, sondern meistens zu Fuß unter Strapazen und Entbehrungen. Dafür opfern sie ihren Jahresurlaub, um Gottes Nähe zu suchen und neu ausgerichtet und gestärkt zurückzugehen in ihren Alltag. Abstand von daheim bedeutet für sie Nähe zu Gott. Vielleicht nehmen auch Sie sich in Ihrem Urlaub Zeit, um die Nähe Gottes zu suchen.

Die Fachstelle für Frauenarbeit wünscht eine erholsame Urlaubszeit!

Ihre Dr. Andrea König 

Des Christen Herz auf Rosen geht ...

In unseren Gärten blühen derzeit Rosen in all ihrer Vielfalt. Zum Kunstwerk werden die Blüten aber erst durch die sinnliche und bildreiche Sprache, die uns die Musikerin Christel Opp mit ihren Liedern und Texten nahebringt. Mit der Kräuterpädagogin Margot Löffler wird die Rose zum sinnlichen Erlebnis durch ihren Duft und ihre Schönheit, und durch ihren Geschmack. Pfarrerin Dr. Auguste Zeiss-Horbach bringt uns die Entwicklung der Rosensymbolik für das Christentum und im Symbol der Lutherrose nahe. Tauchen Sie ein in die sinnliche und kulinarische Welt der Rose am Samstag, 19.07.2014.

Mit allen Sinnen den Sommer begehen

„Geh aus mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gabe“. In diesem Sommergesang bejubelt Paul Gerhard die Schönheit und Sinnhaftigkeit der Schöpfung. Blumen duften, Vögel zwitschern, die Sonne wärmt und frische Beeren reifen heran. Der Sommer verwöhnt unsere Sinne, die Haut, den Gaumen und schenkt uns ein gutes Lebensgefühl.
Bewahren Sie sich dieses gute Lebensgefühl auch für die anderen Jahreszeiten
und planen Sie Veranstaltungen mit den im Folgenden genannten Referentinnen oder besuchen Sie inspirierende Orte, wie den „Wunderhof“. 

„Schmackhaftes aus dem Sonnenbichl"

Eine Auswahl leichter und leckerer Sommerrezepte zum Ausprobieren hat die hauswirtschaftliche Leitung der Klinik Sonnenbichl, Frau Nikels, extra für Sie zusammengestellt. Das Kochbuch können Sie direkt bei der Klinik Sonnenbichl beziehen.

Reformation und Radfahren: auf den Spuren von Argula von Grumbach

Argula von Grumbach steht während der Reformationsdekade 2007 bis 2017 im Themenjahr Reformation und Politik 2014 mit ihren theologischen und politischen Schriften besonders im Fokus. Wo hat Argula von Grumbach gelebt und gewirkt? Eine Radtour auf den Spuren Argulas wird zum Ausflug in die Kirchengeschichte und gleichzeitig zu vielen malerischen Winkeln Bayerns. 

Bücher und Materialien

Welche Stationen hat Argula von Grumbach in ihrem Leben durchlaufen? Darüber informiert der Stationenflyer „Auf den Spuren Argula von Grumbachs" der Frauengleichstellungsstelle der ELKB. Er wurde mit den neuesten Erkenntnissen der historischen Forschung aktualisiert und enthält neu die Fotos der mit dem Leben von Argula in Verbindung stehenden Orte.

In den Steiner Losen Blätter des FrauenWerk Stein e.V. wird Argula von Grumbach bei dem Thema "Von der Freiheit einer Christenfrau" vorgestellt:

  • Steiner Lose Blätter. 2011. Von der Freiheit einer Christenfrau. Frauen der Reformationszeit ergreifen Wort und Feder. Ausgabe 57. Rubrik „Themen", S. 487-490.
  • Steiner Lose Blätter. 2011.Von der Freiheit einer Christenfrau. Ausgabe 57. Rubrik „Zur Information und Diskussion", S. 531-542.

2014 sind zwei Bücher über Argula von Grumbach erschienen, die sich gut ergänzen:

  • Peter Matheson „Argula von Grumbach, eine Biographie", Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
  • Uwe Birnstein „Argula von Grumbach, Das Leben der bayerischen Reformatorin", Neufeld Verlag

Argula von Grumbach ist außerdem im Internet ausführlich dargestellt:

Veranstaltungen

19.07.2014 - Kirchenführung: BeziehungsRäume - ein spirituelles Erlebnis
Erleben Sie in aller Herrgottsfrühe die einzigartige Atmosphäre der Lorenzkirche

27.09.2014 - Seminar: Andachten gestalten 
Nutzen Sie die Möglichkeit, die Grundstruktur einer Andacht kennenzulernen, Gestaltungsideen zu entwickeln und Elemente aus der Frauenliturgie mit einzubeziehen. 

Die EFB hat einen neuen Namen!

Auf ihrer Mitgliederversammlung am 14. März 2014 hat sich die Evangelische Frauenarbeit in Bayern für einen neuen Namen entschieden: Evangelische Frauen in Bayern; EFB als Abkürzung bleibt. Damit trägt nun auch der frauenpolitische Dachverband in der bayerischen Landeskirche, in der 22 Frauenorganisationen, Dienst- und Lebensgemeinschaften sowie Standesorganisationen evangelischer Frauen Mitglied sind, die Bezeichnung, die der Bundesverband Evangelische Frauen in Deutschland bei der Reorganisation 2008 gewählt hat. Die Schwesterorganisationen in Baden, Hessen-Nassau, Mitteldeutschland und Württemberg führen ihn bereits. Näheres siehe www.efb-bayern.de.

„Jung, qualifiziert, motiviert – und doch nur Mama!?" Am 20.09.2014 greift der Studientag der EFB das alte Thema unter neuen Zeichen auf. Anmeldung über E-Mail: efb@frauenwerk-stein.de

Personalia

Claudia Leisenheimer, Referentin der Fachstelle für Frauenarbeit, hat mit dem 1.7.2014 im Dekanat Coburg eine Vollzeitstelle als Leitung im Arbeitsfeld ejott an Schulen übernommen. Frau Leisenheimer war seit 2006 mit einer halben Stelle beim FrauenWerk Stein e.V. tätig. Zu ihren Aufgaben gehörten u.a. die Organisation und Koordinierung verschiedener gesellschaftsbezogener Veranstaltungen im Bereich der Frauenarbeit sowie die Geschäftsführung des Teams für Pfarrfrauenarbeit. Das FrauenWerk Stein, insbesondere die Fachstelle für Frauenarbeit, dankt Frau Leisenheimer für Ihr Engagement und wünscht Ihr bei der neuen Aufgabe alles Gute. (AK)

Mit einem Festmahl, das sich an das Format der "Initiative Frauenmahl" anlehnte, hat die EKD in Hannover ihr neues Studienzentrum für Genderfragen in Kirche und Theologie eröffnet. Es führt die Arbeit des EKD-Frauenstudien- und Bildungszentrums mit veränderten Arbeitsschwerpunkten fort. Das Frauenstudien- und Bildungszentrum der EKD war 1994 errichtet worden. Im vergangenen Jahr beschloss der Rat der EKD die Gründung eines Studienzentrums für Genderfragen anstelle des Frauenstudienzentrums. Das Zentrum soll Forschungen zur Geschlechtergerechtigkeit aus verschiedenen Fachgebieten, vor allem aus der Theologie und den Sozialwissenschaften, auswerten und für die kirchliche Arbeit aufbereiten. In der Eröffnungsrede betonte der Vorsitzende des Rates der EKD, Nikolaus Schneider, dass die Gestaltung einer gerechten Gemeinschaft von Frauen und Männern eine bedeutsame Aufgabe für die evangelische Kirche ist. (AK)

Es grüßt Sie herzlich im Namen der Fachstelle für Frauenarbeit

i.A. Kathrin Rückert
Öffentlichkeitsreferentin der Fachstelle für Frauenarbeit im
FrauenWerk Stein e.V.

Impressum/Rechtliche Hinweise
Wir freuen uns darüber, wenn Sie uns weiterempfehlen. Wenn Sie Anregungen, Lob oder Kritik haben, wenden Sie sich bitte an f@frauenwerk-stein.de.
FrauenWerk Stein e.V. in der Evang.-Luth. Kirche Bayern, Fachstelle für Frauenarbeit
Deutenbacher Str. 1, 90547 Stein | Tel. (0911) 6806-0 | Fax (0911) 6806-177
Redaktion: Fachstelle für Frauenarbeit

Möchten Sie Ihr Abonnement widerrufen oder ändern? Klicken Sie hier.

Alle Angaben ohne Gewähr. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.