Geschlechtergerechtigkeit


Deutscher Frauenrat: Gleichstellungspolitik darf nicht auf zwei Zeilen reduziert werden

Anlässlich der aktuellen Sondierungsgespräche veröffentlichte der Deutsche Frauenrat am 17. November 2017 eine Stellungnahme, in der angemaht wird, dass die Kernforderungen zur Gleichstellungspolitik der Berliner Erklärung 2017 im aktuellen Sondierungsstand nicht berücksichtigt sind. Gleichstellung, so der Deutsche Frauenrat, muss auch nach der Bundestagswahl im Sondierungsvertrag verankert werden. Zu den Kernforderungen gehören: gleichberechtigte Teilhabe, gleiche Bezahlung sowie Verbindlichkeit, Transparenz und Monitoring von Gleichstellungspolitik.

>>> Pressemitteilung des Deutschen Frauenrats vom 17.11.2017

>>> Forderungen der Berliner Erklärung 2017

>>> Deutscher Frauenrat

Armutsriskio Frau - EFiD fordert umfassende Reformen

Eines der größten Armutsrisiken in Deutschland ist, eine Frau zu sein. Dies bestätigen wieder einmal die aktuellen Zahlen des Statischen Bundesamtes. "Es ist ein Schande, dass in einem so reichen Land wie Deutschland Armut mit größerer Gelassenheit hingenommen wird als das Wetter", sagt Susanne Kahl-Passoth, Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD). Angesichts steigendenden Wirtschaftswachstums und steigender Steuereinnahmen sei das nicht mehr hinnehmbar, so die Theologin. Der bundesweite Dachverband Evangelische Frauen in Deutschland fordert daher umfassende Reformen.

>>> EFiD Pressemitteilung vom 09.11.2017

Dr. Barbara Pühl - Neue Beauftragte für Chancengerechtigkeit der ELKB

Im Rahmen eines Gottesdienstes wurde Dr. Barbara Pühl am 8. November 2017 in München als Kirchenrätin und Stelleninhaberin der neu geschaffenen Stabsstelle für Chancengerechtigkeit der ELKB eingeführt. Dr. Pühls Aufgabe besteht darin, das Zusammenleben und Zusammenarbeiten der unterschiedlichen Menschen in der evangelischen Kirche in Bayern zu fördern, vor allem dort, wo körperliche, soziale oder kulturell geprägte Gegebenheiten zu Benachteiligung und Diskriminierung einzelner Personen oder Gruppen führen. Traditioneller Schwerpunkt ist die Gleichstellung von Frauen und Männern. "In den letzten Jahrzehnten haben die Frauen in der evangelischen Kirche viel erreicht. Eine Pfarrerin auf der Kanzel ist heute selbstverständlich. Das heißt längst nicht, dass damit alles gut wäre – aber die Gleichstellungsarbeit hat sich verändert", so Dr. Barbara Pühl. 

>>> Pressemitteilung der ELKB vom 07.11.2017

>>> Homepage der Stabsstelle für Chancengerechtigkeit der ELKB

OECD-Studie zu Geschlechtergerechtigkeit: Chancen für Frauen kaum verbessert

Höhere Bildung zahlt sich für junge Frauen in OECD-Ländern nach wie vor nicht aus: Mädchen besuchen im Schnitt zwar länger eine Schule als Jungs, aber gehen als Frauen seltener einer bezahlten Arbeit nach als Männer. Das geht aus einer aktuellen Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Die Organisation widmet sich seit einigen Jahren verstärkt dem Thema Geschlechtergerechtigkeit und untersucht, welche Fortschritte in Bereichen wie Bildung, Erwerbstätigkeit und Unternehmertum bereits erzielt wurden. Das Ergebnis: Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen vergrößerten sich mit zunehmendem Alter, da sich Mutterschaft oft negativ auf die Gehälter und Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen auswirke. Frauen sind zudem weniger oft selbstständig und in Führungspositionen unterrepräsentiert. Getan habe sich in den vergangenen fünf Jahren zu wenig, kritisiert die OECD in ihrem Bericht. Deutschland hat u.a. das größte Rentengefälle zwischen Männern und Frauen inn der OECD vorzuweisen.

>>> Pressemitteilung zur aktuellen OECD-Studie 04.10.2017

>>> OECD-Studie zu Geschlechtergerechtigkeit

 

 

 

RSS Abonnieren